„Wumbabas Vermächtnis“ von Axel Hacke – Medium der Woche
Es ist Ihnen sicherlich auch schon passiert, dass Sie ein Lied falsch und völlig sinnfrei wiedergegeben haben, weil Sie den Wortlaut des Textes missverstanden haben. Axel Hackes Bestseller „Der kleine Neger Wumbaba“ und „Der kleine Neger Wumbaba kehrt zurück“ beschreiben solch amüsante „Verhörer“. Nun gibt es den letzten Teil der Wumbaba-Trilogie im Verlag Antje Kunstmann: Wumbabas Vermächtnis.
Der Redakteur und politische Kommentator Axel Hacke bekam zahlreiche Leserbriefe zu seinem Artikel über das Falschhören von Liedtexten innerhalb seiner berühmten Kolumne „Das Beste aus meinem Leben“ in der Süddeutschen Zeitung. Diese enthielten so viele Beispiele des Verhörens, dass er entschied, sie in einem Buch zusammenzufassen. Und so wurde das „Handbuch des Verhörens“ geschaffen. Der Titel „Der kleine Neger Wumbaba“ entstand durch eine Passage im berühmten Lied „Der Mond ist aufgegangen“ von Matthias Claudius. Hier heisst es in einer Strophe „… der weiße Nebel wunderbar.“, was wohl oft als „…der weiße Neger Wumbaba“ von einigen Lesern gesungen wurde. Und so erzählt Hacke sehr unterhaltsame Geschichten über das individuelle Hörverständnis von deutschen und internationalen Lied- und Literaturtexten sowie sonstigen Wortgefügen.
Im zuletzt erschienenen E-Book „Wumbabas Vermächtnis“ stellt der Autor elf neue Freunde von Wumbaba vor. Darunter sind z.B. Kurt, der Engel (im Original: Chor der Engel) aus dem Lied „Leise rieselt der Schnee“, Käfer Otto Peter alias Kieferorthopäde und Opa Dong, den man für den „Grafen von Luxemburg“ aus dem gleichnamigen Schlagerhit von Dorthe Kollo hielt (im Original: Oh, Pardon). Weiterhin berichtet er von Menschen und Tieren, „die in Liedern leben“, da aber eigentlich nicht hin gehören, z.B. Ladislav Bonita in Madonnas Song „La Isla Bonita“. Außerdem geht es um Missverständnisse in weiteren deutschen Schlagern, in Nationalhymnen sowie in internationalen Hits. Wie in den letzten beiden Handbüchern enthält seine zum Kichern anregende Beispielsammlung die noch zusätzlich belustigenden Illustrationen von Michael Sowa.
Alle drei „Handbücher des Verhörens“ sind im Antje Kunstmann Verlag erschienen und auch als Hörbuch erhältlich. Wumbaba hat zudem einen eigenen Blog: unter wumbabasvermaechtnis.wordpress.com kann man weitere köstliche Fälle des misslungenen Hörverstehens entdecken.
Zu diesem Medium der Woche können wir Ihnen diesmal leider keinen Podcast anbieten.
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