„Ich war eine Ratte“ – unser Medium der Woche
Dieser Titel belegt im Februar 2010 Platz 2 der hr2-Bestenliste, Kategorie Kinder- und Jugendliteratur. Zurecht, denn diese merkwürdige Geschichte ist gleichzeitig komisch und traurig, sie hat Anklänge an eine Kriminalgeschichte und an ein Märchen, und sie ist zwar für junge Hörer ab ungefähr 12 Jahren geeignet, ist aber auch für Erwachsene fesselnd. Hier scheint einiges nicht mit rechten Dingen zuzugehen: Mit der Aussage „Ich war eine Ratte“ erzeugt der verwahrloste achtjährige Roger bei seinen neuen Pflegeeltern Verwirrung. Eines Tages steht er vor ihrer Tür und begrüßt sie mit diesen sonderbaren Worten. Sie nehmen sich seiner an, stellen Nachforschungen nach seiner Herkunft und Geschichte an, und als sie nichts herausbekommen, nehmen sie ihn bei sich auf. Der Junge zernagt seine Sachen und benimmt sich tatsächlich wie eine Ratte, und schon bald beginnt sich ein Jahrmarktschausteller für ihn zu interessieren, der mit dem eigenartigen Kind Geld verdienen will. Sobald die Presse eine Attraktion wittert, beginnt eine gnadenlose Hetzjagd auf den Rattenjungen… Doch dieser hat nur einen Wunsch: er möchte zu seinen Pflegeeltern zurückkehren und mit ihnen leben.
Durch seine bildhafte Leseweise, in der er seine Stimme vielfältig und unterschiedlich einsetzt, lässt Rufus Beck die Szenen dieses Hörbuchs, erschienen bei HörbuchHamburg, sehr plastisch erscheinen. Ein Hörerlebnis der besonderen Art!
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